Berufsunfallversicherung

Die Berufsunfallversicherung ist neben der Krankenversicherung, der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung Bestandteil der gesetzlichen Sozialversicherung. Die Versicherung erfolgt über die jeweilige Berufsgenossenschaft, bei der der Betrieb angemeldet ist. Zum einen gibt es die gewerblichen Berufsgenossenschaften für Unternehmen der deutschen Privatwirtschaft und deren Beschäftigten. Zum anderen sichern die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften alle land- oder forstwirtschaftliche Unternehmen und deren Mitarbeiter ab. Wurde der Berufsunfall anerkannt, übernimmt diese dann auch die Auszahlung. Mit der Berufsunfallversicherung werden Arbeitnehmer gegen Arbeits- und Wegeunfälle abgesichert. Auch die Folgen von Berufskrankheiten sind versichert.

Der Arbeitgeber führt die Versicherungsbeiträge direkt an die Berufsgenossenschaft ab. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Gefahrensatz, in den das Unternehmen eingestuft ist. Während Angestellte pflichtversichert sich, haben Selbstständige die Möglichkeit einer freiwilligen Mitgliedschaft.


Wann liegt ein Berufsunfall vor?

Bei einem Berufsunfall handelt es sich um einen Unfall, der bei der Arbeit (Arbeitsunfall) sowie auf dem Weg dorthin und zurück (Wegeunfall) passiert. Der Dienstweg beginnt mit dem Verlassen der eigenen Haustür und endet mit Betreten des Betriebsgeländes. Versicherungsschutz besteht nur auf dem direkten Weg zur Arbeit, also ohne Unterbrechungen aus privaten Gründen. Ausgenommen sind notwendige Umwege, beispielsweise bei Umleitungen oder bei Fahrgemeinschaften.

Was zahlt die Berufsgenossenschaft?

Im Falle eines Arbeitsunfalls leistet der Arbeitgeber eine Entgeltfortzahlung von bis zu 6 Wochen. Ist diese Zeit abgelaufen, zahlt die Berufsgenossenschaft ein Verletztengeld, das „Krankengeld der Berufsgenossenschaft“. Das Verletztengeld beträgt 80 Prozent des regelmäßigen Bruttoverdienstes, jedoch nicht mehr als das Nettoarbeitsentgelt. Die Auszahlung an den Verletzten erfolgt meistens durch dessen Krankenkasse.

Sind alle medizinisch notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen abgeschlossen und besteht eine andauernde Minderung (länger als 26 Wochen) der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent, erhält der Versicherte eine Verletztenrente. Die Höhe der Rente beträgt maximal zwei Drittel vom Gehalt vor dem Versicherungsfall.

Stirbt der Versicherte infolge des Arbeitsunfalls oder der Berufskrankheit, erhalten die überlebenden Angehörigen Hinterbliebenenrente und Sterbegeld.

Angestellte und Arbeitnehmer, die keine Berufsunfallversicherung haben, sind durch die Krankenversicherung abgesichert. Diese bezahlt die Behandlungskosten nach einem Unfall. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass gerade kostenintensive Rehabilitationsmaßnahmen von den Kassen als unnötig angesehen und die Zahlung ganz oder teilweise verweigert werden. Die Berufsgenossenschaften zahlen hingegen alle medizinisch notwendigen Maßnahmen.



Versicherungen gegen Unfall und Invalidität alphabetisch:

  • Bauhelfer-Unfallversicherung: Viele Bauherren entscheiden sich, Eigenleistungen zu erbringen. Damit wollen Sie Baukosten reduzieren. Kommt es doch zu einem unvorhersehbaren Unfall, tritt die Bauhelfer-Unfallversicherung in Kraft.
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  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Die BUV ist die wichtigste Versicherung für alle, die im Berufsleben stehen, und sollte schon während der Ausbildung abgeschlossen werden. Die vereinbarte Leistung – Rente und/oder Einmalzahlung – wird erbracht, wenn eine Krankheit oder ein Unfall dazu führt, dass der Beruf nicht weiter ausgeübt werden kann.
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  • Berufsunfallversicherung: Arbeitnehmer sind während der Arbeit sowie auf dem direkten Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnung über die Berufsunfallversicherung geschützt, sollte es zu einem Unfall kommen. Sie gehört in den Bereich der gesetzlichen Sozialversicherung, kommt für die Behandlungskosten auf und zahlt gegebenenfalls eine Rente.
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  • Dread Disease: Noch weitgehend unbekannt ist die Dread-Disease-Versicherung (Absicherung gegen schwere Krankheiten). Ihre Leistungspflicht tritt ein, sobald beim Kunden eine versicherte Krankheit oder Erkrankung diagnostiziert wird – etwa ein Herzinfarkt oder Krebs.
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  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung springt ein, sobald der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Das ist üblicherweise bei einer 100-prozentigen Invalidität der Fall.
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  • Kinderinvaliditätsversicherung: Kinder können ihren Lebensunterhalt noch nicht selbst bestreiten und sind bei Invalidität durch Krankheit oder einen Unfall ein Leben lang auf Hilfe angewiesen. Die finanzielle Last wird durch eine Kinderinvaliditätsversicherung genommen.
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  • Private Unfallversicherung: Die private Unfallversicherung eignet sich für jedes Alter. Sie zahlt bei unfallbedingter Invalidität eine Rente und/oder eine Kapitalabfindung. Der Schutz gilt im In- und Ausland.
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